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Spoiler: nach dem jewaligen Ende der Serie, aber der Rat der Wächter wurde niemals gesprengt.
Kurzfassung: Miss Parker ist eine der vielen Anwärterinnen, die nach Willows Zauber zu Jägerinnen geworden sind. Kurz nachdem sie sich mit ihrem neuen Schicksal abgefunden hat, setzt ihr Wächter sie unter Druck eine Entscheidung zu fällen.
Disclaimer: Alles nur geliehen.
Anmerkung: Für alle die es nicht wissen: Eine Freundin von Buffy, eine Hexe, hat am Ende der Serie einen Zauber gesprochen der allen 'Anwärterinnen' auf den Platz der Jägerin Buffys Kräfte verliehen hat; Die Story gammelt schon länger auf meinem PC rum: Sagt mir was ihr davon haltet!



Chosen
Von Jägerinnen und Wächtern


Der Vampir flog gegen eine Gruft. Er hatte kaum Zeit sich aufzurappeln, da trat ihm seine Gegnerin schon wieder die Beine weg und zog einen Pflog. Er wollte ihr den Pflog aus der Hand schlagen, aber sie war schneller und stach ihn damit mitten ins Herz.
Noch während der Vampir zu Staub zerfiel hatte sie den Pflog wieder eingesteckt und klopfte sich den Dreck von ihrer Kleidung.

„Du wirst immer besser, Parker“, sagte der ältere Mann der etwas abseits stand.

„Ich weiß nicht Sean. Wenn ich nicht bald etwas Schlaf kriege macht der nächste Dämon Hackfleisch aus mir“, sagte Miss Parker. Sie musterte ihren Wächter. Zuerst hatte man ihr einen jungen, unerfahrenen Wächter geschickt. Er hatte Angst vor ihr und ihren Fähigkeiten gehabt und er hatte sie nicht dazu bringen können ihr Schicksal zu akzeptieren. Man hatte Sean Steppford geschickt. Einen Briten um die sechzig.
Im Gegensatz zu ihrem alten Wächter wusste er genau was er wollte und wie er es bekam. Wenn es um die Jagd ging duldete er keinen Widerspruch. Anfangs hatte Miss Parker sich auch gegen ihn gewährt, doch er hatte ihr schließlich keine Wahl gelassen und so fing sie an zu jagen.

„Du arbeitest zu viel. Du solltest dich sowieso mehr auf dein..“

„Das hatten wir doch schon. Ich versuche wirklich beides unter einen Hut zu kriegen. Herrgott es gibt tausende andere Jägerinnen, sie können doch...“

„Es geht hierbei auch um deine Sicherheit!“

Miss Parker winkte ab. „Jaja ich weiß. Kann ich Sie noch was fragen?“

„Natürlich.“

„Wieso wurde ich nicht auserwählt? Die meisten dieser Anwärterinnen sind halb so alt wie ich“, sagte sie während sie gemeinsam den Friedhof verließen.

„Nun, anscheinend war das ein Fehler beim Auswahlverfahren. Offenbar wurden die Kräfte damals der 'falschen' übertragen. Allerdings weiß man nicht warum“, erklärte Sean ruhig.

„Also, jede Jägerin bekommt einen Wächter, eine Art Mentor, der sie ausbildet und trainiert. Dieser Wächter wiederum arbeitet für den Rat. Der Rat ist unter anderem für die Auswahl der nächsten Jägerin zuständig. Früher gab es immer nur eine Jägerin, aber um das Urböse zu besiegen hat eine Hexe allen Anwärterinnen ihre Kräfte verliehen und jetzt wissen die im Rat nicht, wie man es rückgängig machen können?“, fragte Miss Parker.

„So ungefähr, ja.“

Miss Parker fuhr sich durch die Haare. „Und ich dachte, mein Leben vorher wäre verrückt gewesen.“

Sean lächelte. Inzwischen waren sie bei ihren Autos angelangt. „Bis morgen.“

„Wenn ich morgen da bin...“

„Du wirst da sein!“

„Ich werde nicht meinen Job vernachlässigen, um....“

„Geh nach hause, wir sehen uns morgen“, der Brite wandte sich ab und stieg in sein Auto.

nächster Tag
Centre, Miss Parkers Büro


„Miss Parker? Geht es Ihnen nicht gut?“, fragte Broots besorgt. Seine Chefin war sehr blass um die Nase und sah sehr müde aus.

„Oh doch mir geht es bestens“, sagte sie gereizt. „Was neues von Jarod?“

„Oh, ja“, Broots zog etwas hervor. „Er hat uns den hier geschickt.“

„Einen Regenschirm?“

„Ja und wenn Sie ihn aufspannen, kommt die britische Flagge zum Vorschein“, erklärte Broots und zeigte es ihr. „Es heißt doch, dass es in London viel regnet, oder?“

„Nicht nur dort. In den meisten Städten Englands. Auch wenn es dort durchaus sonnige Teile gibt“, erklärte Sydney.

Das Telefon klingelte. Miss Parker setzte sich und nahm das Gespräch an. „Was ist?“

„Vergiss das Training. Wir sehen uns in London.“

„Was? Warum denn Sean?“, fragte Miss Parker verwirrt.

„Der Rat hat beschlossen die Jägerinnen zusammen zurufen und einen Kongress abzuhalten“, erklärte der ältere Mann.

„Alle? Dann wird es aber ganz schön voll da!“

„Nein, nicht alle. Nur von jedem Wächter eine.“

„Und warum dann gerade ich?“

„Ich hielt dich am besten dafür geeignet. Darüber hinaus sind meine anderen beiden Jägerinnen erst 16.“

„Na und? Uns Sie wollen mir ernsthaft erzählen, dass Sie gestern davon noch nichts wussten?“

„Ich habe heute morgen erst die Nachricht erhalten.“

„Dann erzählen Sie Ihrem netten kleinen Verein, dass es zu spät kommt oder schicken Sie eine Andere. Ich hier jetzt nicht weg. Wir haben gerade eine neue Spur von Jarod!“

„Verdammte Scheiße Parker. Es wird Zeit, dass du dich damit abfindest, dass deine Aufgabe als Vampirjägerin an erster Stelle steht“, sagte Sean ärgerlich.

Miss Parker hatte bei seinen Worten kurz aufgelacht. „Was ist so lustig“, fragte er.

„Nun, ich glaube das war das erste mal das Sie in meiner Gegenwart geflucht haben.“

„Gewöhne dich lieber nicht daran, das kommt nicht so oft vor.“

„Das werden wir ja sehen. Hören Sie Sean, ich werde sehen was ich tun kann, aber versprechen kann ich Ihnen nichts. Ich hab nämlich wenig Lust mit einer Kugel im Kopf zu enden nur weil man in diesem Bau der Meinung war, ich würde die Suche vernachlässigen“, sagte sie und legte auf.
Sie wandte sich Broots zu. „Wissen Sie was? Vielleicht hatten Sie Recht und Jarod ist wirklich in London. Ich wollte sowieso mal wieder dort hin und ein paar Tage Urlaub von diesem Wahnsinn könnte ich auch gebrauchen. Ich fliege nach London und wenn ich was rausfinde melde ich mich“, sagte sie schnell. Dann verließ sie eilig ihr Büro.

Broots warf Sydney einen verwirrten Blick zu. „Was hat das denn nun wieder zu bedeuten?“

„Das wüsste ich auch gerne“, sagte Sydney.

Miss Parker betrat ihr Büro wieder. Die beiden Männer starrten sie an. „Was ist? Ich hab meine Schlüssel liegenlassen!“

Sydney trat vor. „Miss Parker,.. wer hat da eben angerufen?“

Sie zog eine Augenbraue hoch. „Ich glaube nicht, dass Sie das etwas angeht!“

„Nun offenbar hat dieser Anruf eine Auswirkung auf die Suche nach Jarod gehabt und die Suche nach ihm geht mich etwas an!“

Von Sydneys Ton etwas überrascht fragte Miss Parker: „Sydney, warum wollen Sie das so unbedingt wissen?“

„Nun, Sie sind die letzten Tage, die letzten Wochen etwas unausgeschlafen und Sie wirken ständig gestresst...“

Miss Parker seufzte. Zu gerne würde sie mit Sydney darüber reden, aber sie wollte ihn auf keinen Fall gefährden. Vermutlich würde er sie sowieso für verrückt erklären. „Sydney, ich... muss jetzt los. Wir reden später.“

London
nächster Nachmittag


„Sean, warten Sie!“, Miss Parker legte ihrem Wächter eine Hand auf die Schulter. „Dafür bin ich jetzt nach London gekommen? Damit mir ein Haufen Spießer erklärt, dass es keinen Weg gibt den Zauber rückgängig zu machen und das es offenbar noch einen dritten Höllenschlund gibt?“

„Hast du denn nicht richtig zugehört? Der Rat befindet sich in einer sehr misslichen Lage. Wir haben zu wenige Wächter für zu Jägerinnen und wir sind nicht in der Lage alle Jägerinnen zu finden! Außerdem werden wir wahrscheinlich die Jägerinnen neu aufteilen müssen“, sagte Sean ruhig.

„Natürlich habe ich richtig zu gehört! Aber was genau soll das heißen 'neu aufteilen'?“

„Nun, dank der Entdeckung des dritten Höllenschlunds werden wir dort mehrere Jägerinnen brauchen und wir werden sehr gute brauchen. Also werden viele Jägerinnen versetzt werden müssen, was zwangsläufig zu einem Wechsel der Wächter führen wird.“

„Und wie stellen Sie sich das vor? Die meisten hier gehen noch zur Schule, sie wohnen noch bei ihren Eltern. Ich bin bei weitem die älteste hier und ich würde Blue Cove auch nicht so ohne weiteres verlassen können.“

„Ich habe dir schon mehrmals gesagt, dass du das Centre verlassen werden musst. Die Jägerinnen kämpfen für das Gute und das Centre gehört definitiv nicht zu dem Guten. Wenn du mich jetzt bitte entschuldigen würdest“, Sean ging davon.

Miss Parker beschloss ins Hotel zu fahren und sich endlich mal etwas auszuruhen. An der Tür stieß sie mit jemandem zusammen. „Hey, können sie nicht aufpassen wo Sie hin... Jarod.“

„Miss Parker“, der Pretender blickte sie erstaunt an. Er überlegte, ob er flüchten sollte, entschied sich dann aber dagegen.

„Was zum Teufel tun Sie hier Jarod?“, fragte Miss Parker, auch wenn sie es eigentlich schon denken konnte.

„Das gleiche könnte ich Sie fragen“, sagte der Pretender. Er überlegte. Er konnte sich nicht vorstellen, dass Miss Parker eine Wächterin war. Das hieß eigentlich das sie eine Jägerin war, aber dafür war sie – nun ja – zu alt.

„Sean hat mich gebeten mitzukommen und Broots sagte, dass Sie sich vermutlich in Englang, vielleicht sogar hier in London aufhalten. Und so wie es aussieht hatte er Recht“, Miss Parker hatte den Drang ihre Waffe zuziehen und Jarod zurück ins Centre zu bringen erfolgreich unterdrückt. Sie wusste dass Sie in einem Haufen von Jägerinnen keine Chance hatte.

„Sean Steppfort? Ist er ihr Wächter?“

„Nein mein Verlobter“, sagte sie trocken. „Natürlich ist er mein Wächter!“

Jarod runzelte die Stirn. „Warum so gereizt?“

„Was geht Sie das an?“, fauchte sie. „Sagen Sie mir lieber mal, was Sie hier tun?“

Oh oh, eine Jägerin auf Schlafentzug.„Ich bin mit einer meiner Jägerinnen hier“, antwortete Jarod brav.

„Demnach sind Sie ein Wächter“, stellte Miss Parker fest. „Dachte ich mir schon.“

„Sie wollen schon gehen?“, sagte Jarod und deutete auf Miss Parkers Hand die auf dem Türknauf lag.

„Ja. Ich bin müde.“

„Wenn Sie wollen, dann fahre ich Sie. In welchen Hotel wohnen Sie denn?“

„Im Hilton. Aber ich nehme lieber ein Taxi, danke“, sagte Miss Parker und öffnete die Tür.

„Oh, aber ich wohne auch im Hilton“, sagte Jarod schnell. „Da wäre es doch dumm, ein Taxi zu nehmen, wenn ich sowieso dort hin fahre.“

„Na schön.“

unterwegs

„Sie arbeiten also gar nicht hier in London?“, fragte Miss Parker eher beiäufig.

„Nein. Ich bin nur mit Susan hier auf dem Kongress. Morgen fliegen wir nach...“, Jarod brach ab.

„Ja?“

„Nach hause zurück“, sagte er und grinste.

„Und wie kommt es das Sie ein Auto hier in London haben?“

„Oh, das gehört einem Freund von einem Freund.“

später
Hilton Hotel, Miss Parkers Sweet


„Ja, Sydney mir geht es gut..... Nein hab noch nichts von Jarod gehört..... Gut. Auf wiedersehen, Sydney“, kaum hatte Miss Parker ihr Handy beiseite gelegt, da klingelte es auch schon wieder. „Was ist?“

„Parker, hier ist Sean. Ich muss mit dir sprechen.“

Miss Parker ließ sich auf ihr Bett fallen. „Worum geht's?“

„Um das Centre!“

Miss Parker rollte mit den Augen. „Ich..“

„Nein, genug jetzt. Der Rat lässt nicht mehr mit sich reden....“

„Warten Sie kurz, Sean. Es hat geklopft“, Miss Parker stand wieder auf und öffnete die Tür. „Jarod!“

„Hallo Miss Parker. Störe ich?“

Sie stören immer“, sagte sie trocken. „Kommen Sie rein und halten Sie die Klappe. Ich telefoniere.“

Jarod setzte sich auf das Sofa und wartete, dass Miss Parker auflegte.

„So, ich bin wieder da, Sean.“

„Schön, wie ich schon sagte, der Rat lässt nicht mehr mit sich reden. Es wird Zeit, dass du dich für eine Seite entscheidest, Parker!“ Er legte auf.

Miss Parker seufzte und fuhr sich deprimiert durch die Haare.

„Ist irgendwas?“, fragte Jarod besorgt.

Schweigend sah Miss Parker zu ihm herüber. Sie wusste, sie sollte es eigentlich nicht tun, aber sie musste unbedingt mit jemandem darüber sprechen. Und Jarod kannte beide Seiten. „Es ist nur.. Sean und der Rest des Rates setzten mich unter Druck. Sie wollen, dass ich das Centre verlasse.“

Jarod sagte nichts. Sie kannte seine Meinung dazu.

Miss Parker fuhr fort. „Ich weiß einfach nicht, was ich tun soll. Wenn ich das Centre verlasse, werden Sie mir vermutlich das Licht ausblasen, aber wenn ich dort bleibe wird der Rat vermutlich nicht besonders anders handeln.“ Aufgewühlt ging sie auf und ab.

„Der Rat würde Sie niemals umbringen lassen“, sagte Jarod.

„Nein, vermutlich nicht. Aber nicht nur im Centre gibt es Umerzieher“, erinnerte sie ihn.

„Miss Parker, wissen Sie noch, was Sie damals auf dem Flughafen im Auto zu mir gesagt haben? Dass es nur Wendepunkte gibt, wenn man auch etwas hat, an das man sich wenden kann?“

Miss Parker setzte sich neben ihn auf das Sofa. „Was wollen Sie damit sagen?“

„Nun, jetzt haben Sie etwas an das Sie sich wenden können. Sie haben den Rat und Ihre Aufgabe als Jägerin.“

Miss Parker seufzte. „Vermutlich haben Sie Recht!“

„Aber?“

„Können Sie sich das nicht denken Jarod? Ich hab verdammte Scheiße nochmal Angst. Bedenken Sie doch nur was das letzte Mal passiert ist, als ich das Centre verlassen wollte.“

„Der Rat wird Sie schützen“, sagte Jarod fest.

„Meinen Sie wirklich? Die im Rat haben im Moment mehr als genug um die Ohren. Das letzte was Sie brauchen ist eine Jägerin, die ihnen eine korrupte Gesellschaft auf den Hals jagt.“

„Sie unterschätzen die Macht des Rates bei weitem, Parker.“

„Vielleicht.“

Jarod konnte ihr ihren inneren Kampf förmlich ansehen. „Ich könnte Ihnen helfen“, bot er an.

Miss Parker rang sich ein Lächeln ab. „Danke, Jarod. Aber das wird nicht nötig sein. Außerdem will ich nicht, dass wenn etwas schiefgeht Sie der Leidtragende sind“, sagte sie in einem Ton der keinen Widerspruch duldete.

„Na schön, aber wenn Sie ihre Meinung ändern....“

„... dann lasse ich es Sie wissen. Und Jarod? Danke. Ich weiß zwar nicht warum Sie das für mich tun, und bezweifle das ich jemals eine vernünftige Antwort darauf kriege, aber danke“, sie lächelte schmal.

Jarod lächelte zurück. „Gern geschehen“, er zögerte einen Moment, dann zog er Miss Parker in seine Arme.

Ein paar Minuten saßen sie so da, dann realisierte Miss Parker in wessen Armen sie da lag. Sie sprang auf. „Sie... Sie sollten jetzt besser gehen!“

Auch Jarod stand auf. „Was ist denn auf einmal?“

„Was ist? Sie sind der Gejagte, ich die Jägerin! Ich bin eine Jägerin Sie sind ein Wächter!“

„Sie wollten das Centre doch verlassen!“

„Ja. Schon. Aber es ist noch nicht einmal erlaubt, dass Jägerin und Wächter eine Vater-Tochter ähnliche Beziehung aufbauen...“

„Ich bin nicht Ihr Wächter“, erinnerte Jarod.

„Ich glaube kaum, dass das eine Rolle spielt“, sagte Miss Parker leise. „Bitte Jarod. Bitte gehen Sie jetzt und kommen Sie nicht wieder“, sie hielt ihm die Tür auf. Eine Träne lief ihre Wange herab.

Jarod hätte nichts lieber getan, als sie in den Arm zu nehmen und ihr zu sagen, dass alles gut wird. Aber er wandte sich ab und verließ das Zimmer.

Miss Parker schloss die Tür hinter ihm. Dann ging sie zurück zum Bett und legte sich hin. Himmel, das war nur eine Umarmung gewesen. Was hätte sie getan, wenn Ocee damals nicht reingekommen wäre? Sie seufzte und langte nach dem Telefon. „Sean? Hier ist Parker. Ich habe eine Entscheidung getroffen.“

„Und die wäre?“, fragte Sean schraf.

„Ich verlasse das Centre“, irgendwie klangen diese Worte seltsam.

„Das freut mich. Hast du es ihnen schon gesagt?“

„Nein. Und das werde ich auch nicht tun, das wäre zu gefährlich.“

„Du willst also einfach so verschwinden? Das passt gut du bist nämlich eine der Jägerinnen die an den Höllenschlund in der Nähe von Loisville versetzt werden“, eröffnete ihr Sean.

„Wa... Na wundervoll. Wann soll's losgehen?“

„Innerhalb des nächsten Monats. Wann genau ist dir überlassen!“

„Na wundervoll“, wiederholte Miss Parker sarkastisch. „Und was wenn ich nicht am Zentrum des Bösen arbeiten will?“

„Du wirst nicht gefragt“, sagte Sean.

„Ich will aber gefragte werden“, erwiderte Miss Parker.

„Es tut mir Leid wenn ich das so sagen muss, aber das ist dann wohl dein Problem. Gute Nacht.“

„Gute Nacht? Es ist 19. 00 Uhr!“

„Dann kannst du dich ja endlich mal richtig ausschlafen. Das wolltest du doch.“

„Ja, Sie haben Recht. Gute Nacht“, Miss Parker legte auf.

drei Wochen später
Miss Parkers Haus


„Hier Sean. Halten Sie das“, Parker drückte ihrem Wächter einige Waffen in die Hand. Sie packte eine Fotos in einen Karton. „Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich das wirklich mache“, murmelte sie mehr zu sich selbst. „Sean können Sie das bitte ins Schlafzimmer bringen? Da müsste noch ein leere Karton sein.“

„Natürlich!“ Gerade als der Brite verschwunden war klingelte es an der Tür. Miss Parker schloss den Karton und öffnete die Tür. „Sydney. Broots“, sagte sie überrascht, machte aber keine Anstalten sie herein zu lassen. „Was kann ich für Sie tun?“

„Nun zuerst einmal könnten Sie uns reinlassen“, sagte Sydney.

Miss Parker zögerte, aber dann öffnete sie die Tür ganz und trat beiseite.

„Wollen Sie umziehen?“, fragte Broots, als er die Umzugskartons entdeckte.

„Nun. Ja“, sagte Miss Parker vorsichtig.

Sean betrat, immer noch mit Waffen beladen, den Raum. „Oh, du hast Besuch? Ich konnte den Karton nicht finden.“

„Äh ja. Das sind Sydney und Broots und das ist Sean“, suchend sah sie sich um. „Da vorne steht er. Warten Sie ich mach das schon“, sie nahm Sean die Waffen wieder ab und legte sie in den Karton.

„Miss Parker, wozu brauchen Sie Schwerter und Äxte? Und wo wollen Sie hinziehen?", fragte Broots verwirrt.

Sean warf Miss Parker einen warnenden Blick zu. Sie holte tief Luft. „Hören Sie, ich kann Ihnen nicht sagen wo ich hingehe, aber ich werde nicht wieder ins Centre kommen.“

„Moment mal heißt das..“

„Genau das. Ich wünschte, ich könnte es Ihnen erklären, aber vermutlich würden Sie dann sterben und das wollen wir ja nicht“, sagte sie. Sie wusste, dass sie übertrieb, aber was machte das schon. „Es tut mir Leid, aber Sie müssen jetzt gehen“, sagte sie bestimmt.

Sydney räusperte sich. „Nun Parker, ich weiß zwar nicht wer oder was Sie zu diesem Schritt gebracht hat, aber ich bin sicher Sie tun das Richtige.“

Miss Parker lächelte. „Danke Syd.“ Sie umarmte ihn. „Ich hoffe wir sehen uns mal wieder“, sagte sie, dann wandte sie sich Broots zu. „Passen Sie gut auf Debbie auf“, mit einem Lächeln umarmte sie auch den überraschten Broots.

Als Broots und Sydney weg waren lies Miss Parker sich auf ihr Sofa fallen. „Sie wollten mir noch erklären, wie das ganze ablaufen soll“, erinnerte sie Sean erschöpft.

„Sicher. Nun, in Little Hollen – so heißt der Ort wo sich der Höllenschlund befindet- ankommst, fährst du direkt zu einem Cafe namens Angels. Am Flughafen wartet ein Wagen auf dich. Hier ist die Parkplakette und der Schlüssel. In dem Cafe triffst du den Wächter, der die anderen drei Jägerinnen betreut. Er wird dir alles zeigen. Wir haben bereits eine Wohnung für dich gefunden, du wirst sie aber erst Ende nächster Woche beziehen können. Dann komme ich ja auch dort hin und bringe deine Sachen mit. So lange kannst du bei dem anderem Wächter wohnen“, erklärte Sean und lächelte angesichts Miss Parkers Nervosität.

„Eins muss man euch Wächtern lassen“, sagte Miss Parker trocken. „Das mit dem Planen klappt bei euch meistens ganz gut.“

nächster Tag
Little Hollen, Cafe Angels


Miss Parker ließ den Blick schweifen. Er blieb an einer großen Person die an der Bar stand hängen. Schnell eilte sie zu ihr hin. „Bitte sagen Sie mir nicht, dass Sie der andere Wächter sind, den ich hier treffen soll“, sagte sie fasst flehend.

Jarod wandte sich zu ihr um „Ich bin nicht der Wächter, den Sie hier treffen sollen“, sagte er mit einem Grinsen.

„Lügner“, sie rang sich ein Lächeln ab und ließ sich auf einen Stuhl fallen. „Nun, ich bin definitiv direkt an der Hölle“, sie massierte ihren Nasenrücken. „Haben Sie gewusst, dass ich komme?“

„Als man mir sagte, dass die neue Jägerin aus Blue Cove kommt habe ich es mir schon gedacht“, sagte Jarod und gab ihr einen Kaffee. „Hatten Sie einen guten Flug?“

„Ja“, entgegnete sie knapp. „Jarod, ist das wieder nur einer Ihrer Jobs oder werden Sie länger hier bleiben?“

Jarod seufzte. „Ich wollte als Wächter arbeiten, weil ich so glaubte mehr über die Prophezeiung herauszufinden. Bis jetzt habe ich noch keine Fortschritte gemacht, aber die Arbeit mit den Mädchen macht mir wirklich Spaß und es ist auch ein Weg den Menschen zu helfen. Also werde ich wohl noch einige Zeit hier bleiben“, erzählte Jarod. Er beobachtete Miss Parker die sich nicht besonders wohl zu fühlen schien.

„Aha“, sagte sie nur und rührte in ihrem Kaffee.

„Enttäuscht?“, fragte er.

„Wieso sollte ich? Ich bin sicher Sie sind, dank Ihrer Fähigkeiten, ein sehr guter Wächter. Die Mädchen können froh sein, dass sie Sie haben“, sagte sie ohne aufzusehen.

„Wir werden sehr viel zusammen arbeiten müssen“, erinnerte Jarod sie und wartete auf ihre Reaktion.

Sie zuckte nur mit den Schultern. „Möglicher Weise. Erzählen Sie mir von den anderen Jägerinnen“, forderte sie ihn auf. Sie wollte jetzt nicht mit Jarod über ihre Beziehung reden. Falls man das überhaupt so nennen konnte – Beziehung.

Jarod seufzte. „Susan ist 20. Sie ist nach der Schule zuhause ausgezogen. Als man ihr sagte, dass sie eine Jägerin ist hat sie das College abgebrochen und ist hergezogen. Sie arbeitet in einem kleinen Restaurant. Brittany ist 16. Sie wohnt schon immer hier. Als sie noch sehr klein war ist ihr Vater gestorben. Nun bleibt noch Rachel. Sie ist auch 16. Sie wurde vom Rat der Wächter hergeschickt. Ihr Vater ist sehr reich, er hat eine Immobilien Firma in Loisville, Chicago und natürlich New York “, erzählte Jarod. „Sie werden sie heute Abend kennen lernen.“

Plötzlich fiel Parker wieder ein, was Sean gesagt hatte. Wir haben bereits eine Wohnung für dich gefunden, du wirst sie aber erst Ende nächster Woche beziehen können. Dann komme ich ja auch dort hin und bringe deine Sachen mit. So lange kannst du bei dem anderem Wächter wohnen. „Äh, Jarod? Sean sagte ich könnte bei Ihnen wohnen, aber ich kann mir natürlich auch ein Hotel suchen...“, sagte sie unentschlossen, was sie davon halten sollte.

„Nein, das ist schon okay. So lernen Sie schnell das Leben hier kennen“, sagte Jarod freundlich. Er wusste, dass das alles nicht einfach für sie war. „Wie haben Sie das mit dem Centre gemacht? Sobald sie ihre Kreditkarte oder so verwenden wissen sie wo Sie sind.“

„Oh. Der Rat hat das für mich geregelt“, sie zog zum ersten Mal ihren neuen Ausweis hervor. „Ich bin heiße jetzt Nancy Smith“, sie verzog das Gesicht. „Wer denkt sich den sowas aus?“

Jarod grinste und stand auf. „Na schön, Miss Nancy Smith. Wir sollten losfahren in zwei Stunden kommen die Mädchen zu mir.“

Jarods Wohnung

„Eine nette Wohnung haben Sie hier“, sagte Miss Parker.

Die Wohnung bestand aus, einem großen Büro, dessen Wände von Regalen gesäumt wurden die mit Büchern über Dämonen und Magie gefüllt waren. Einem ebenfalls sehr großen Badezimmer, einem Wohn- und Esszimmer, einer großen hellen Küche, einem Schlafzimmer und einem Gästezimmer, welches Miss Parker nun bewohnte.

„Danke“, sagte Jarod. „Ihre Wohnung ist zwar noch nicht ganz fertig, aber wenn Sie wollen können wir sie uns morgen, nach der Arbeit ansehen.“

„Das wäre schön. Wo arbeiten Sie denn?“

„Ich unterrichte an der hiesigen High School Geschichte“, sagte Jarod.

„Oh wie spannend“, sagte Miss Parker sarkastisch.

„Was ist mit Ihnen? Haben Sie hier schon was gefunden?“

„Ja, der Rat hat mich gut versorgt. Ich fange morgen schon bei Marks Immobilien in Loisville an“, sagte sie.

„Oh, das ist die Firma von Rachels Vater. Und was werden Sie da tun?“, fragte Jarod und nahm sich ein P.E.Z. „Auch eins?“

„Nein danke. So genau weiß ich auch noch nicht. Man braucht mich hauptsächlich wegen meiner Sprachkenntnisse. Sie sind vor kurzem an den Internationalen Markt gegangen.“

Es klingelte. „Das dürfte Brittany sein. Sie ist meistens die Erste.“

Jarod lag richtig. „Hallo Brittany, das ist Parker, die neue Jägerin.“

Brittany lächelte freundlich. „Hi. Schön, dass Sie hier sind.“

„Freu dich nicht zu früh“, ertönte Jarods Stimme aus dem hinteren Teil der Wohnung.

Brittany zog eine Augenbraue nach oben. „Sie beide kennen sich?“, fragte sie und lies sich auf die Couch fallen.

„Ja, schon etwas länger“, Miss Parker musterte das Mädchen. Brittany war groß, hatte lange schwarze Haare und eine schlanke durchtrainierte Figur. Sie war sehr hübsch.

Wieder klingelte es und als weder Jarod noch Brittany Anstalten machten die Tür zu öffnen, öffnete Miss Parker sie. Die Blondine auf der anderen Seite lächelte sie etwas überrascht an. „Äh.. Hi. Ist Jarod da?“

„Hier bin ich“, Jarod kam aus dem Büro. „Komm rein Susan. Das ist Parker.“

„Oh. Die neue Jägerin, oder?“

„Genau. Setzt euch. Ich komme sofort“, sagte Jarod und verschwand wieder im Büro.

Ein paar Minuten später tauchte auch Rachel auf. Die kleine rothaarige schien es sehr eilig zu haben. „Hey, wer sind Sie? Ach egal! Wo ist Jarod?“, sie drängte sich an Parker vorbei in die Wohnung.

„Ah Rachel da bist du ja. Sieh mal ist das der Dämon, den du letztens im Park gesehen hast?“, Jarod hielt ihr ein Buch unter die Nase.

Rachel nahm es ihn ab. „Hm ja. Das ist er.“

„He Süße was ist den los mit dir“, fragte Susan und sah ihre Freundin besorgt an.

„Nichts. Ich kann nur heute Abend nicht auf Streife. Mein Vater ist eben erst aus Paris wiedergekommen. Er hat gesagt, dass er seine Tochter auch mal wieder sehen will.“

Jarod seufzte. „Na schön. Ich wollte zwar eigentlich, dass du Parker heute alles zeigst, aber das muss dann Brittany machen. Susan, du kümmerst dich um den Dämon. Das heißt du siehst dich in der Stadt um.“

„Meinetwegen.“

„Gut, dann geht ihr jetzt trainieren“, sagte Jarod. „Parker und ich kommen gleich nach.“

Die Mädchen verschwanden im Keller. „Haben Sie einen Tainigsraum im Keller?“, fragte Miss Parker.

„Richtig geraten“, sagte Jarod. „Sie sollten sich lieber umziehen gehen.“

nachts
Friedhof


„Und wo kommen Sie her?“, fragte Brittany bemüht freundlich während sie mit Parker einen Friedhof entlang ging.

„Delaware. Jarod sagte, du wohnst schon immer hier?“, fragte Miss Parker.

„Jap. Schon immer hier in diesem Kaff“, sagte Brittany wenig begeistert.

„Hier gibt es tatsächlich vierzehn Friedhöfe?“, Miss Parker glaubte sich zu erinnern, dass Sean so etwas gesagt hatte.

„Genau. Sogar mehr als in diesem Sunnydale. Aber Little Hollen ist ja auch etwas größer, wenn auch nicht viel“, Brittany zuckte mit den Schultern. „Genaugenommen ist Sunnydale ja gar nichts mehr. Vielleicht sollten wir hier auch einfach auch alles in die Luft sprengen und so weiter Leben wie vorher.“

„Hm“, sagte Miss Parker abwesend. „Um weiter zu leben wie vorher ist es für mich schon zu spät.“

„Hört sich so an, als wären Sie jetzt tatsächlich glücklicher als vorher“, stellte Brittany Stirn runzelnd fest.

„Ich bin erst einen Tag hier. Wir werden sehen ob ich hier glücklicher werde als in Delaware“, sagte Miss Parker mit einem Unterton den Brittany nicht einordnen konnte. „Wenn Sie das so sehen ist es Ihnen dort wohl nicht besonders gut gegangen“, sagte sie.

„Ich habe nicht gerade den amerikanischen Traum gelebt, nein.“

„Das heißt?“

Miss Parker seufzte. „Ehrlich gesagt würde ich da nicht so gerne drüber reden.“

Brittany nickte. „Ok“, sagte sie. Sie war sich sicher, dass diese Frau etwas verbarg, aber noch hatte sie keinen Grund ihr zu misstrauen, vor allem da Jarod ihr zu vertrauen schien. Und sie vertraute ihrem Wächter mehr als allen anderen. Das wiederum sah der Rat gar nicht gern. Es war zum verrückt werden

später

Vorsichtig schloss Miss Parker die Tür hinter sich.

„Wie war die Jagd?“

„Huh Jarod“, erschrocken legte Miss Parker eine Hand auf die Brust. „Gut. Es war nicht viel los. Wieso sind Sie noch wach? Er ist 3 Uhr morgens“, sie hängte ihre Jacke auf und ging zu ihm zum Sofa.

„Susan wollte mich anrufen um mir zu sagen, was aus dem Dämon geworden ist“, erklärte Jarod. „Sie hat ihn nicht gefunden. Ihr werdet Morgen noch mal nachsehen müssen.“

„Okay. Gute Nacht, Jarod“, sie stand wieder auf und ging zur Treppe.

„Gute Nacht Miss Parker.“

nächster Tag
Miss Parkers Wohnung


Miss Parker stieg aus Jarods Auto aus. „Hatten Sie nicht was von Wohnung gesagt? Das ist ein Haus. Und es ist riesig“, sagte sie und betrachtete beeindruckt das Haus vor ihr. Von außen sah es aus wie eines dieser Häuser, die einem tagtäglich im Fernsehen und in der Zeitung als Traumhäuser angeboten wurden.

„Es ist nicht größer, als Ihre altes Haus“, sagte Jarod und schloss die Tür auf. „Ich habe bis jetzt alles in relativ hellen Farben streichen lassen, aber wenn Sie wollen können wir das noch ändern.“

„Das ist schon ok so“, Miss Parker stutze. „Sie haben das alles gemacht?“

Jarod zuckte mit den Schultern. „Eigentlich habe ich nur die Bauarbeiter beauftragt“, er lächelte und zog die Tür auf.

Den Flur in dem sie nun standen, könnte man beinahe als Eingangshalle bezeichnen. Eine große, weiße Treppe führte nach oben und ein Gang führte geradeaus, rechts und links waren Türen eingelassen.

Jarod öffnete eine Tür. „So, hier ist das Gästebad. Wie sehen ist es noch nicht fertig.“ Als Miss Parker ihre Aufmerksamkeit wieder von dem Bad abwandte schloss er die Tür und öffnete eine eine andere vor der Treppe. „Das ist das Gästezimmer.“
Miss Parker trat ein. Die Wände des Zimmers waren mit der Wischtechnik in einem sehr hellen orange Ton bearbeitet worden. Es war vollkommen leer. „Ich dachte, Sie würden das Haus vielleicht lieber selber einrichten“, erklärte Jarod. „Ich habe nur die Küche und die Badezimmereinrichtung bestellt.“

Miss Parker nickte. „Gut...“

Stirn runzelnd betrachtete Jarod sie. „Wollen wir weiter gehen?“

„Sicher!“

Sie gingen den Gang entlang und dann öffnete Jarod eine weitere Tür. „Oh ja ich vergaß. Das ist der Trainigsraum. Er ist fertig. Hier können Sie mit Sean trainieren“, er grinste.

Miss Parker ging mitten in den Raum und drehte sich im Kreis. „Alles was das Herz einer Jägerin begehrt“, sagte sie und schenkte Jarod ein ehrlich gemeintes Lächeln. „Danke, Jar...“

„Na!“, Jarod hob abwehrend eine Hand. „Warten Sie damit, bis Sie alles gesehen haben. Vielleicht ändern Sie Ihre Meinung ja noch.“

Miss Parker bezweifelte dies. Besonders, als Jarod ihr einen Schrank zeigte, den er hatte einbauen lassen. Gefüllt mit Schwertern, Pflöcken, Äxten, Armbrüsten und anderen Waffen beinhielt er alles was eine Jägerin für die Jagd brauchte.

Sie verließen den Gang und gingen in das Wohnzimmer. Die weißen Fenster reichten bis zum Boden. Anscheinend war der Raum noch nicht fertig gestrichen. Mit großen Augen sah Miss Parker sich um und ging langsam weiter in die Küche.
Wie Jarod schon gesagt hatte, hatte er sich schon um ihre Einrichtung gekümmert. Eine Theke trennte die Küche vom Esszimmer, in dem schon ein großer Holztisch stand.

Schmunzelnd beobachtete Jarod die Frau. „Wir gehen jetzt nach oben“, sagte er.

Oben zeigte er ihr als erstes ein weiters Gästezimmer. Es sah beinahe genauso aus wie das andere. Als nächstes gingen sie in das Bad. Miss Parker riss die Augen auf. „Wow“, sie trat an die Badewanne. „Da passt ja ein ganzes Footballteam rein“, stellte sie fest. Sie stutzte. „Moment Mal, ist das etwa...“

Jarod nickte. „Ein Whirlpool, ja.“

Miss Parker öffnete die Tür zur Dusche. „He, ich könnte mir einen Untermieter nehmen. Der schläft dann in der Dusche“, witzelte sie.

Jarod zog sie wieder raus aus der Dusche und dem Bad. „Wir müssen uns beeilen und Sie wollen das Schlafzimmer ja auch noch sehen, oder?“

Auch das Schlafzimmer ähnelte dem Gästezimmer. Nur das es noch größer und rot war.

Jarod wartete einen Moment und sagte dann: „Wir müssen jetzt wirklich los.“

Miss Parker drehte sich zu ihm um. „Jarod.. das Haus es ist einfach..“, sie suchte nach dem richtigen Wort. „fantastisch. Danke.“

„Wenn ich gewusste hätte, dass das so einfach ist, hätte ich Ihnen schon eher ein Haus gekauft“, sagte Jarod und grinste.

„Wenn Sie gewusst hätten, dass was so einfach ist?“

„Sie lächeln zusehen. Und ich meine nicht diese kalte Centre-Lächeln“, sein grinsen wurde noch breiter und sie lachte. „Wo müssen wir jetzt hin?“

„Zu mir. Sie wollen sich ja sicherlich noch umziehen“, sagte Jarod mit einem Blick auf ihren schwarzen Hosenanzug. „Wir war eigentlich Ihr erster Arbeitstag?“, fragte er während sie die Treppen herab stiegen.

„Oh, eigentlich ganz gut“, sagte sie. „Mr Marks sagte er will mir mehrere Aufgaben aus verschiedenen Bereichen geben um zu sehen wo meine Talente liegen.“

Jarod sagte nichts. Er konnte sich Miss Parker schlecht als Sekretärin in einer riesigen Immobilienfirma vorstellen, aber sie war ja immerhin hergekommen um etwas in ihrem Leben zu ändern.

ein paar Tage später

„Wo wollen Sie hin Miss Parker?“, fragte Jarod und sah von seiner Arbeit auf.

Miss Parker zog eine Augenbraue hoch. „Muss ich Ihnen jetzt Bericht erstatten?“, fragte sie scharf.

Ungerührt lehnte Jarod sich zurück. „Nein. Ich frage nur so aus Interesse.“

„Ich fahre ins Möbelhaus.“

„Waren Sie da nicht gestern schon?“

„Ja, aber hier in Little Hollen und das ist nicht besonders groß. Und da heute Samstag ist und ich frei habe, fahre ich nach Loisville“, erklärte sie.

„Ich könnte mitkommen“, schlug Jarod vor.

„Müssen Sie nicht noch diese Tests korrigieren?“, fragte Miss Parker und deutete auf die Zettle die überall verstreut lagen. „Können Sie mir mal sagen, wozu Sie ein Büro haben, wenn Sie sowieso immer hier im Wohnzimmer hocken?“

„Hm.. man könnte es Mach der Gewohnheit nennen, denke ich. Und was die Tests betrifft, ich bin fast fertig.“

„Na schön. Dann habe ich wenigstens jemanden der mir tragen hilft“, sie verlies das Haus und Jarod folgte ihr.

Loisville
später

Jarod bewunderte Miss Parkers Ausdauer. Es war unglaublich, wie sie mit ihren High Heels durch ein Möbelhaus nach dem anderen stöckelte, ohne auch nur eine Spur von Erschöpfung zu zeigen.

„Eine Kollegin hat mir die Adresse von einem Textilienladen gegeben. Ich brauche noch Gardienen und so“, sagte sie während sie an der Kasse warteten.

„Hm“, Jarod musterte sie. Noch immer konnte sich nicht an den Anblick - Parker in Jeans – gewöhnen. Es war erstaunlich wie anders sie aussah, wenn sie nicht ihre üblichen Designer-Anzüge trug.

„Was?“, fragte sie, als sie seinen Blick spürte.

„Nichts“, Jarod sah anderswo hin.

„Warum sehen Sie mich so an?“, fragte sie eine Spur schärfer.

„Ist es verboten eine hübsche Lady anzusehen?“

„Hm.. nein. Ich denke nicht“, sie lächelte.

Textilien Haus

„Was halten Sie davon?“, Miss Parker zeigte Jarod ein oranges Muster.

„Für die Gästezimmer?“

„Ja.“

„Die Farbe passt, aber wollen Sie nicht lieber Raff-Rollos nehmen, anstatt Gardienen? Da haben Sie weniger Arbeit mit“, sagte er.

Miss Parker legte das Muster wieder an die Seite. „Hey, das ist eine gute Idee.“

„Freut mich, das ich Ihnen helfen konnte.“

eine Woche später
Miss Parkers Haus

„Kann ich sonst noch was für Sie tun?“, Jarod stieg von der Leiter.

„Nein, danke. Sie haben schon genug getan“, sagte Miss Parker. „Aber...“

„Aber was?“

„Könnten Sie mir vielleicht morgen noch mit den Rollos helfen? Ich will alles soweit fertig haben, wenn Sean kommt, so dass ich nur noch auspacken muss und hier einziehen kann.“

„Aber natürlich“, Jarod lächelte.

„Dankeschön“, Miss Parker sah sich im Schlafzimmer um. Während Jarod die Lampe angebracht hatte, hatte sie das Bett aufgebaut.

Die Tür fiel ins Schloss. „Hallo?“

Miss Parker glaubte Susans Stimme zu erkennen. Sie ging zu Treppe und lehnte sich über das Geländer. „Susan. Was gibt's?“

„Oh, ich hatte früher Schluss und da dachte ich, ich könnte noch was helfen“, die Blondine sah sich um. „Wow, als ich das letzte Mal hier was, waren die Wände noch grau.“

Miss Parker überlegte kurz. „Na schön. Jarod könnten Sie vielleicht noch ein paar Lampen aufhängen? Welche ist mir gerade egal. Und Susan, wir beide bauen das Regal im Schlafzimmer auf. Kannst du so was?“

„Aber sicher. Mein Vater ist Tischler.“

„Sehr schön. Komm hoch.“

Schlafzimmer

„Parker, kann ich dich mal was fragen?“, fragte Susan scheinheilig. Unter den Jägerinnen hatte man sich inzwischen auf 'du' geeinigt.

Miss Parker zog eine Augenbraue nach oben. „Was?“

„Lief zwischen dir und Jarod mal was?“, fragte Susan direkt heraus.

„Was? Nein, auf keinen Fall. Wie kommst du denn darauf?“, fragte Miss Parker mit falschem Entsetzten.

Susan grinste. „Nur so.“

„Nur so, ja?“, Miss Parker zog eine Augenbraue hoch.

„Na ja. Du bist eine hübsche Lady und er sieht doch auch wirklich gut aus, besonders für Frauen in deinem Alter, außerdem ... ich weiß nicht, irgendwie scheint die Chemie zwischen euch zu stimmen. Und sag mir bloß nicht, du merkst nicht wie er dich anguckt.“

Einen Moment starrte Miss Parker die junge Frau an, dann wandte sie ihren Blick ab. „Du irrst dich, Susan. Zwischen mir und Jarod war, ist und wird niemals etwas sein. Niemals.“

„Wie kannst du da so sicher sein?“, fragte Susan weiter.

„Susan.. glaub mir einfach. Du kennst unsere Vorgeschichte nicht.“

„Weih mich ein“, forderte Susan.

Halbherzig versuchte Miss Parker sich raus zureden. „Du würdest es sowieso nicht glauben. Außerdem ist das eine lange Geschichte.“

„Dann erzähl mir die Kurzfassung. Und seit ich eine Jägerin bin, überrascht mich sowieso nicht mehr so leicht.“

Miss Parker seufzte. „Na schön. Aber du musst mir versprechen es niemandem zu sagen.“

„Versprochen!“

Miss Parker begann zu erzählen.

später

Susan stieß einen ungläubigen und zugleich entsetzten Seufzer aus. Sie hob eine Hand. „Ok ok als ich gesagt habe, dass mich nichts mehr so leicht überrascht, habe ich gelogen. Du hast gewonnen.“

Jarod betrat den Raum. „Können wir los, Ladies?“

Susan lachte nervös und starrte Jarod an. „He, ja sicher. Kommst du Parker?“ Sie eilte aus dem Raum.

Amüsiert sah Jarod ihr nach. „Was ist denn in die gefahren?“

Parker zuckte mit den Schultern. „Äh, wir müssen los. Kommen Sie?“, sie wollte sich an ihm vorbei durch die Tür drängen, aber Jarod hielt sie fest. „Was war hier los?“

Miss Parker verringerte den minimalen Abstand zwischen ihn noch, beugte sich vor zu seinem Ohr und flüsterte: „Sie wollte unsere Vorgeschichte, sie hat unsere Vorgeschichte gekriegt!“ Sie grinste ihn an, drehte auf dem Absatz um und ging.

Verwirrt sah Jarod den beiden Frauen nach. Was zum Teufel hatte Parkers Benehmen zu bedeuten? Und warum hatte sie Susan von dem erzählt was vorher zwischen ihnen war? Er zuckte mit den Schultern und verließ ebenfalls das Haus. Darüber konnte er sich nach dem Training Gedanken machen.

nächster Tag
Jarods Haus


Miss Parker öffnete die Tür. „Sean! Was machen Sie denn schon hier? Komm rein.“

„Ich bin in Delaware schon fertig geworden. Außerdem wolltest du ja bestimmt deine Sachen schon haben, oder?“, Sean deutete auf den Van hinter ihm.

„Oh ja, danke. Was musstest du dort überhaupt noch machen? Willst du was trinken?“

Sean lächelte. Offensichtlich freute Miss Parker sich ihn wieder zusehen. „Ein Wasser wäre nett.“

Miss Parker brachte ihm ein Wasser und setzte sich zu ihm auf das Sofa. „Jarod ist noch unterwegs. Er wollte irgendwas abholen.“

„Heute ist Sonntag“, bemerkte Sean.

„Was weiß ich wo ihr Wächter euch so rumtreibt“, Miss Parker grinste. „Also, was hatten Sie noch so wichtiges erledigt?“

„Wie ich sehe hast du dich nicht verändert“, stellte Sean schmunzelnd fest. „Alles was ich dir sagen kann ist, dass ich noch eine Jägerin ausgebildet habe, bis sie gut genug trainiert war um sich wären zu können. In den Sommerferien kommt sie her.“

„Gut“, Miss Parker stand wieder auf. „Sean macht es Ihnen was aus, wenn ich zum Haus rüber fahre? Sie können es sich hier bequem machen. Oh, oder Sie kommen mit, das Haus ist wirklich toll. Ich meine, ich kann auch hier bleiben...“

Sean grinste. So kannte er Parker gar nicht. „Da vorne liegen die Schlüssel zu Van. Vielleicht komme nach, wenn Jarod wieder da ist.“

„Okay. Bis nachher.“

unterwegs

Miss Parker kramte ihr Handy hervor. „Susan? Hast du einen Moment zeit? Meine Sachen sind da!... Danke. Könntest du Rachel und Brittany Bescheid sagen?..... Oh ja, das wäre nett.“ Sie legte auf und tätigte einen weitern Anruf.

später
Miss Parkers Haus


Ein großer blonder Mann öffnete die Tür. „Hi.“

Jarod zog die Stirn kraus. Miss Parker lebte sich anscheinend schnell ein. „Hi. Ist Parker da?“

Der Mann nickte. „Moment“, er drehte sich um. „Hey Parker, da ist jemand der dich sprechen will.“

Parker tauchte zusammen mit einer anderen Brünetten auf. „Oh, hey, Jarod kommen Sie rein. Das sind meine Kollegin Allison und ihr Bruder Ryan. Aly, Ryan, das ist Jarod!“, stellte sie einander vor. „Oh Jarod, könnten Sie vielleicht einen Karton mit rein nehmen? Danke!“

Als Jarod wieder kam, war Parker schon wieder verschwunden, aber Rachel kam ihm entgegen. „He Rachel, wer sind die alle?“

„Oh, hi Jarod. Laso die im Wohnzimmer sind von unserer High School, Brittany hat anscheinend sehr viel Einfluss auf das Footballteam. Susans Freunde sind in den Gästezimmern und diese Allison und ihr Bruder haben auch noch ein paar Leutchens mitgebracht. Die wuseln hier überall rum. Wie es aussieht hat Parker sich hier recht schnell eingelebt, huh?“, Rachel grinste und verschwand.

Jarod blieb verwirrt stehen.

„Hey.. Jarod.. nicht war? Können Sie uns vielleicht Mal im kleinen Bad helfen?“, fragte Ryan.

abends

„Puh, ich kann stundenlang Dämonen jagen, aber so ein Umzug im Hause Parker haut mich um“, Brittany ließ sich in einen Sessel fallen. Bis auf sie, Rachel, Susan, Jarod, Sean, der später noch gekommen war und natürlich Parker waren inzwischen alle gegangen.

„Deswegen müsst ihr trotzdem noch auf Streife“, erinnerte Jarod sie.

„Ja ja ich weiß“, sagte Brittany genervt. „Hey, hat einer Lust auf Pizza? Kommst du mit welche holen Rachel?“

Nachdem die beiden Mädchen gegangen waren, fragte Jarod: „Sind Sie zufrieden mit Ihrem neuen Haus, Miss Parker?“

Miss Parker nickte. „Natürlich. Es ist fantastisch. Danke Jarod. Ohne Ihre Hilfe müsste ich noch eine halbe Ewigkeit bei Ihnen wohnen und so kann ich, Gott sei Dank, schon morgen umziehen.“

„Oh, wars denn so schlimm mit meinem Wächter?“, fragte Susan.

„Ich bin froh, dass ich ausziehen kann“, sagte Parker und brachte Susan, die gerade etwas erwidern wollte, mit einem Blick zum schweigen.

Die Tatsache, dass Parker so froh darüber war von ihm weg zukommen, verletzte Jarod, aus für ihn unverständlichen Gründen. Nur hatte er keine Ahnung, dass Parker nur deshalb so froh darüber war, weil es ihr in letzter Zeit besonders schwer gefallen war ihre Gefühle für Jarod in Schach zu halten. „He Susan, wollen wir heute den östlichen und den nördlichen Teil zusammen machen?“

„Klar wieso nicht.“

nachts
Jarods Wohnung

Arm in Arm kamen Susan und Parker lachend durch die Tür. Als sie Sean und Jarod auf dem Sofa erkannten blieben sie schwankend stehen. „Hallo“, flötete Miss Parker und Susan winkte.
Jarod zog eine Augenbraue hoch. „Seid ihr betrunken?“
Sie begann albern zu kichern. „Neeeeein“, sagte Susan dann.

„Guck mal Jarod. Der blöde Dämon hat meine Jacke kaputt gemacht“, sagte Miss Parker und zeigte ihm ein Schnitt in ihrer dünnen Jacke. Um den Schnitt herum war Blut, also vermutete Jarod, dass sie eine Wunde hat.

„Dafür haben wir ihm kräftig die Fresse poliert“, erklärte Susan. Sie hatte einen kleinen Schnitt über der Augenbraue.

Sean stand auf. „Jarod ich glaube ich weiß, was sie haben. Es gibt Dämonen die auf ihren Krallen eine Flüssigkeit haben, die wenn die in den Blutkreislauf kommen eine ähnliche Wirkung wie Alkohol hat. Je größer und tiefer der Schnitt, desto höher die Dosis. Die Dämonen trüben so die Sinne ihrer Gegener“, erklärte er.

„Eine dämonische Droge..“, Jarod wurde von Miss Parker unterbrochen. „Jarod, ich liebe dich...“
Jarod starrte sie an, kam aber nicht dazu einen klaren Gedanken zu fassen denn sie redete schon weiter. „... und Sean liebe ich auch und dich natürlich Susan“, sie drückte die Blondine näher an sich ran. „Oh und Mr Potatohead und...“

Während Susan und Miss Parker noch überlegten, wen sie alles liebten wandte sich Jarod wieder Sean zu. „Was können wir machen?“

„Nichts, aber sie müssen so schnell wie möglich schlafen, das Zeug wird sonst von Minute zu Minute stärker..“

„Gut“, Jarod ging zu Parker und Susan rüber. „Ihr müsst jetzt schlafen gehen. Dann geht es euch bald wieder besser.“

„Oh, aber es geht uns gut“, sagte Susan.

„Wir sind überhaupt nicht müde“, bestätigte Parker. „Hey, wir könnten noch etwas trainieren gehen“, sie machte ein paar Schritte auf die Kellertreppe zu. Jarod hielt sie fest. „Sean, kümmern Sie sich um Susan. Sie können Sie in mein Schlafzimmer bringen.“

Halbherzig wehrte Miss Parker sich. „Hey Jarod lass mich los.“

„Nein. Du gehst jetzt ins Bett!“ Er schob sie in Richtung Treppe.

„Du willst mich im Bett?“, Miss Parker grinste.

„Damit du dich ausschlafen kannst“, erklärte Jarod.

Miss Parkers Grinsen wurde breiter. „Ja“, sagte sie trocken. „Klar.“ Sie begann zu summen. „Du willst mich im Bett.. du willst mich im Bett..“

„Parker. Halt die Klappe!“

„Nein!“, sie fuhr mit ihrem Liedchen fort, bis sie vor ihrer Tür angelangt haben. Mit aller Kraft stemmte sie sich gegen Jarod. „Ich. Will. Noch. Nicht. Schlafen“, meckerte sie.

„Aber du musst“, weil sie mit ihren Jägerinnen-Kräften stärker war als Jarod, hob er sie hoch und trug sie zum Bett. „Du bleibst jetzt da liegen. Ich komme sofort wieder“, sagte er bestimmt und ging um nach Sean und Susan zu sehen.

Jarods Zimmer

Offenbar hatte Sean fast die gleichen Probleme mit Susan. Gemeinsam legten sie sie in Jarods Bett. „Ich geh noch mal nach Parker sehen“, erklärte Jarod. „Und ich fürchte Sie müssen noch etwas bei Susan bleiben. Ich bezweifle, das wir heute Nacht viel Schlaf kriegen werden.“

„Schon gut“, Sean setzte sich auf einen Stuhl in der Nähe des Bettes.

Parkers Zimmer

Miss Parker machte sich gerade am Fenster zu schaffen, als Jarod das Zimmer betrat. „Hey ich habe doch gesagt du sollst liegen bleiben!“

„Ich wollte doch nur das Fenster aufmachen“, sagte sie und setzte eine Unschuldsmiene auf. „Es ist so verdammt heiß hier drin, findest du nicht?“, sie fächerte sich Luft zu und grinste anzüglich.

„Nein. Eigentlich nicht“, sagte Jarod. Er ging zu ihr hinüber und legte ihr eine Hand auf die Stirn. „Fieber hast du auch nicht“, stellte er fest.

Sie strich über seiner Brust. „Nein. Ich fühle mich gut. Bitte, Jarod, lass uns ausgehen. Ich bin nicht müde und ich will meinen Spaß!“

„Nein, das geht nicht.“

„Warum nicht?“

„Hör auf zu quengeln und geh ins Bett“, sagte Jarod ruhig, aber bestimmt.

„Ich quengel nicht. Außerdem hast du mir gar nichts zusagen!“

„Aber Sean und Sean hat dir was zu sagen, denn er ist dein Wächter.“

Miss Parker überlegte. „Na schön. Aber morgen gehen wir aus, ja?“

„Meinetwegen.. Warte, lass mich eben noch deinen Kratzer ansehen“, sagte Jarod.

Miss Parker ließ sich auf das Bett fallen. „Ach, dass ist gar nicht schlimm. Morgen ist der wieder fast weg.“

„Na schön. Schlaf jetzt“, Jarod machte sich auf den Weg zur Tür.

Miss Parker rollte sich auf den Bauch und sah zu ihm „Wo gehst du hin?“

„Ich wollte nach Susan und Sean sehen. Ich hoffe sie schläft schon.“

„Kommst du danach wieder zurück?“

„Das mache ich, aber versprich mir, dass du jetzt schläfst.“

„Ok“, Miss Parker hob eine Hand und grinste. „Ich verspreche, dass ich versuchen werde zu schlafen.“

Jarods Schlafzimmer

„Schläft sie?“, fragte Jarod kaum war er eingetreten.

„Sie ist gerade eingeschlafen. Was ist mit Parker?“, Sean stand auf und folgte Jarod auf den Flur.

„Sie hat mir versprochen, dass sie es versucht.“

Sean lehnte sich an die Wand und musterte den jüngeren Mann. „Wie es scheint haben Sie einen großen Einfluss auf sie. Sie hört auf niemanden.“

„Außer auf Sie. Erst als ich gesagt habe, dass ich Sie holen würde hat sie nachgegeben. Ich wäre mit Sicherheit der letzte auf den sie hört“, sagte Jarod.

„Wie kommen Sie darauf? Sie kennen Sie doch erst seit ein paar Wochen.“

„Oh nein, wir kannten uns schon als Kinder. Hat Sie Ihnen das nicht erzählt?“

Sean schüttelte den Kopf und seufzte. „Die Jagd ist so ziemlich das einzige wo sie mit mir drüber redet. Sie ist immer sehr distanziert und kühl.“

Jarod nickte. „Sie hat ein paar schlechte Erfahrungen gemacht. Und Sie wissen ja wo sie gearbeitet hat.“

„Das ist etwas, was ich nicht verstehe. Parker ist jemand der alles schaffen kann, wenn er es nur wirklich will und trotzdem ist sie so lange dort geblieben, obwohl sie unglücklich war“, sagte Sean Stirn runzelnd. „Wenn Sie vom Centre wussten müssen Sie sie gut kennen“, stellte er fest.

„Ich kenne relativ gut, ja. Aber das heißt nicht, dass sie mich mag“, sagte Jarod. In seinem Schlafzimmer krachte etwas. „Wie es scheint ist Susan wieder wach.“ Er wollte zu ihr gehen, aber Sean hielt ihn auf. „Ich mach das schon. Sehen Sie lieber nach Parker“, der Brite lächelte freundlich.

Parkers Zimmer

Parker schlief schon. Jarod holte sich einen Stuhl und setzte sich zu ihr ans Bett. Nach zwei Stunden wachte sie wieder auf. „Ich hab jetzt geschlafen. Kann ich wieder aufstehen?“

„Nein, du hast noch nicht genug geschlafen“, sagte Jarod genervt. Sollte das jetzt die ganze Nacht so gehen. Doch wider seiner Erwartungen nickte Miss Parker nur und sank zurück in die Kissen. „Gute Nacht, Wunderknabe“, sagte sie.

„Gute Nacht, Jägerin.“

nächster Morgen
Küche


Eine übernächtigt aussehende Miss Parker kam in die Küche geschlurft. Jarod sah auf. „Guten Morgen, Miss Parker.“

„Was ist daran gut?“, fragte sie und ließ sich auf einen Stuhl fallen.

„Nun“, Jarod sah aus dem Fenster. „Es ist Sonntag, die Sonne scheint, die Vögel zwitschern....“

„Oh verschonen Sie mich damit. Geben Sie mir lieber einen Kaffee“, sagte sie entnervt.

„... und Sie können heute in ihr eigenes Haus ziehen“, sagte Jarod und stellte ihr einen Kaffee hin.

„Danke. Ja, ich denke, das ist das einzig gute daran“, sagte sie. „Wo sind Sean und Susan?“

„Er bringt sie nach hause. Es geht ihr auch nicht besonders gut“, erklärte Jarod. „Wollen Sie was essen?“

Sie verzog das Gesicht. „Wollen Sie mich umbringen?“

Jarod lachte. „So schlimm? Dann kann ich mein Versprechen wohl nicht halten...“

„Welches Versprechen?“

„Damit Sie endlich schlafen musste ich Ihnen versprechen heute mit Ihnen auszugehen.“

„Oh ach so. Jarod könnten Sie nicht einfach alles vergessen was gestern war? Ich habe nichts von dem was ich gesagt habe wirklich so gemeint.“

„Da wird Mr Potatohead aber enttäuscht sein“, Jarod grinste. „Wo Sie ihm doch gerade erst Ihre Liebe gestanden haben.“

„Mr Potatohead ist eine Plastikfigur, Jarod!“, Miss Parker rollte mit den Augen und stand auf. „Ich fahre zum Haus. Könnten Sie Sean sagen, dass er mich wegen dem Training anrufen soll?“

„Natürlich. Ich würde Ihnen ja helfen, aber ich hab noch einiges zu tun“, sagte Jarod bedauernd.

Miss Parker strich ihm über den Arm. „Sie haben schon viel zu viel für mich getan. Danke.“

„Jederzeit wieder.“

Unsicher sah Miss Parker auf den Boden, dann hob sie den Blick wieder. „Nun, bis dann.“ Sie drehte auf dem Absatz um, nahm ihren Koffer und verlies das Haus.











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